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Mobilität im Wandel: Herausforderungen und Lösungen

Am 25. Februar informierte die Regierung über die «Mobiliätsallianz», die von der NGO 42Hacks vorangetrieben wird, um das Verkehrsproblem während den Stosszeiten im Land anzugehen. Um den Stau zu beheben, müssten zusätzliche 400 Mitarbeitende ihren Arbeitsweg mit dem ÖV oder Rad auf sich nehmen statt ins eigene Auto zu steigen, wie aus den Analysen hervorgeht. Die Thyssenkrupp Presta startet das Pilotprojekt im Rahmen der «Mobilitätsallianz» im Mai. Um die Arbeitnehmenden im Dreiländereck dazu zu motivieren, mehr den öffentlichen Verkehr zu nutzen, gibt es ab Mai ein Drei-Länder-ÖV-Abo sowie eine Schnellverbindung vom Bahnhof Buchs zur Thyssenkrupp Presta. Wer weiterhin mit dem Auto zur Arbeit kommt, bezahlt eine Parkplatzgebühr, abhängig davon, wie gut die Strecke zwischen Wohnort und Arbeitsplatz mit dem ÖV erschlossen ist. Weitere Anreize sollen dazu motivieren, das E-Bike oder Fahrrad für den Arbeitsweg zu nutzen.

Mit diesem Kontext stellte die Liewo-Redaktion in dieser Woche folgende Frage: Könnte Ihrer Ansicht nach das Konzept der «Mobilitätsallianz» das Verkehrsproblem lösen?

Der Landtagsabgeordnete Daniel Oehry beantwortet die Frage:

Mit 54,6 % stellen Mitarbeitende aus dem Ausland die grösste Pendlergruppe dar. Da 60,5 % in der Schweiz und 35,7 % in Österreich wohnen, müssen Mobilitätskorridore diese Ströme täglich in beide Richtungen bewältigen. Besonders auf der Strasse führt dies regelmässig zu Staus, die sowohl Autofahrer als auch Buspendler ausbremsen. Veränderungen in der Mobilitätswahl bei grossen Firmen haben erhebliche Auswirkungen. Umso wichtiger ist es, dass weitere Unternehmen diesem positiven Beispiel folgen und ihr Mobilitätsangebot stetig erweitern.

Die Analyse von „42Hacks“ zeigt, dass viele Mitarbeitende noch immer keine echte Alternative zum Auto haben. Pendler aus Vorarlberg nutzen den öffentlichen Verkehr im Vergleich zu FL und CH häufiger  – vor allem aufgrund der kleinen AT-Ticketpreise. In Liechtenstein sind Tickets günstig, Distanzen kurz – und trotzdem liegt der Anteil der Autopendler bei über 70 %.

Was fehlt? Funktionierende Alternativen zum Auto sind die Grundlage für weniger Stau. Wer verstärkt auf Bus, Bahn oder Fahrrad umsteigt, spart nicht nur Geld, sondern bleibt auch gesünder und schafft Platz für diejenigen, die tatsächlich auf das Auto angewiesen sind.

Neben einer Optimierung des öffentlichen Verkehrs braucht es Busspuren und Radschnellwege, damit Umsteiger eine echte Wahl haben. Unternehmen müssen ihre Mitarbeitenden aktiv motivieren, ihr Mobilitätsverhalten zu überdenken. Gleichzeitig sind Gemeinden und das Land gefordert, ihre Mobilitätsprojekte schneller umzusetzen und sich klar zur multimodalen Zukunft der Mobilität zu bekennen.

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