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S-Bahn Liechtenstein – Grenzüberschreitende Zusammenarbeit sichert Zukunft und Wohlstand

14. August 2020
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«Rheintal – das Chancental»: An diesem Slogan ist viel Wahres dran.  Liechtenstein, St. Gallen und Vorarlberg profitieren über die Staatsgrenzen hinweg in unterschiedlichsten Hinsichten voneinander. Liechtenstein ist mit seinen rund 40 000 Arbeitsplätzen auf engstem Raum einer der wichtigsten Wirtschaftsmotoren der ganzen Region.

Ohne die Zupendler und die Möglichkeit des grenznahen Aufenthalts für ausländische Fachkräfte könnte Liechtenstein sein wirtschaftliches Potenzial aber längst nicht so ausschöpfen, wie es heute der Fall ist und – hoffentlich – auch in Zukunft sein wird. Zweifellos wirkt Liechtenstein aufgrund der vergleichsweise hohen Einkommen attraktiv für ausländische Arbeitskräfte. Zur Attraktivität eines Standorts für qualifizierte Arbeitnehmer tragen jedoch nicht nur das Lohnniveau oder die Aufstiegschancen bei, sondern auch die  Erreichbarkeit. Diesbezüglich profitiert Liechtenstein ebenfalls erheblich von der Verkehrsinfrastruktur der Nachbarstaaten. Ohne die Schweizer Rheintalautobahn A13 und den gut ausgebauten öffentlichen Verkehr in St. Gallen und Vorarlberg wäre das Verkehrsproblem in Liechtenstein noch grösser und nicht nur zu den Spitzenzeiten akut.

Zwar hat sich die grenzüberschreitende Zusammenarbeit über Jahrzehnte bewährt und zu Wohlstand sowie sozialer Sicherheit für die ganze Region geführt. Leider gehört es jedoch zu den negativen Effekten wirtschaftlichen Wachstums, dass auch die Verkehrszahlen stetig zunehmen. Liechtenstein ist inzwischen an einem Punkt angekommen, an dem es in Bezug auf die Infrastruktur nicht mehr vor allem auf seine Nachbarstaaten bauen kann. Ohne eigene Bemühungen und Investitionen in die teilweise veralteten Verkehrsträger können wir die Herausforderungen der Zukunft aber nicht bewältigen. Denn Mobilität macht nicht an Grenzen Halt. Auch in Verkehrsfragen ist daher eine Kooperation angezeigt, wie sie beispielsweise in Bezug auf den Aufenthalt von Arbeitskräften bereits gelebt wird und von der alle Seiten profitieren. Eine solche grenzüberschreitende Kooperation stellt die S-Bahn Liechtenstein von Feldkirch über MaurenSchaanwald, Eschen-Nendeln und Schaan nach Buchs dar. Sie löst, das wurde bereits oft betont, das Verkehrsproblem in Liechtenstein nicht alleine. Sie stellt aber einen wichtigen ersten Schritt dar, dem weitere folgen sollen und die schliesslich gemeinsam zu einer Lösung und zu spürbaren Entlastungen der Liechtensteiner Strassen führen – zum Wohl von Einheimischen wie Grenzgängern. Die Verhandlungen mit Österreich über den Ausbau der Eisenbahnlinie für den Personennahverkehr dauern bereits mehr als 15 Jahre an. Nun stehen wir aber kurz vor dem Ziel, das Projekt wirklich in die Realität umzusetzen.

Bi- oder trilaterale Zusammenarbeit ist immer ein Geben und Nehmen. Somit war es für die grosse Mehrheit der FBP-Landtagsfraktion und für die ebenfalls grosse Mehrheit des Landesvorstands klar, hinter dem Verpflichtungskredit für den Bau der SBahn Liechtenstein zu stehen und den Stimmberechtigten für den 30. August ein Ja zu empfehlen. Andererseits ist es auch wichtig, nochmals zu betonen, dass sich Österreich in erheblichem Mass an den auf Liechtensteiner Hoheitsgebiet anfallenden Kosten beteiligt und sogar strassenbauliche Massnahmen wie die geplante Unterführung der Bahnlinie in Nendeln mitfinanziert.

Die S-Bahn ist, wie gesagt, ein erster Schritt zur Entlastung der Strassen und zur Sicherstellung der Erreichbarkeit des Wirtschaftsstandorts Liechtenstein. Sie stellt ein wichtiges Glied in einer Kette von notwendigen Massnahmen dar. Eine Arbeitsgruppe der FBP hat die Fahrradstrategie «Trittsicher in die Zukunft» entwickelt und vorgestellt. Darin erkennen wir ebenfalls einen wichtigen Meilenstein für unsere Zukunft. S-Bahn, LIEmobil und Fahrradinfrastruktur als wesentliche Bestandteile eines Mobilitätskonzepts der Zukunft. Damit tragen wir alle dazu bei, Wohlstand und Lebensqualität auch für kommende Generationen sicherzustellen. Wenn es der Liechtensteiner Wirtschaft gut geht und sie nachhaltig wachsen kann, stellt sie weiterhin qualifizierte Arbeits- und Ausbildungsplätze für unsere Jugend zur Verfügung, sorgt für hohe Steuereinnahmen des Staates und leistet ihren Beitrag zur Sicherung der Sozialwerke.

Daher appelliert der Landesvorstand der Fortschrittlichen Bürgerpartei nochmals an Sie, liebe Stimmbürgerinnen und Stimmbürger, zur S-Bahn Liechtenstein ein Ja in die Urne zu legen. Denn es handelt sich um eine wichtige Weichenstellung für heutige Generationen, ganz besonders aber für unsere Jugend und deren Nachkommen. Treffen wir heute die richtige Entscheidung, damit wir nicht in einigen Jahren oder Jahrzehnten von einer verpassten Chance sprechen müssen, sondern das Rheintal weiterhin als «das Chancental» bezeichnen können.

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