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FBP nimmt sich der Kli­mafrage an

26. Oktober 2019
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«Gute Ideen kennen keine Farbe»

Der Landesvorstand der FBP hat sich am Donnerstag mit zwei Impulsreferaten zu den Themen Klima- und Energiestrategie sowie dem Radverkehr befasst. Für Präsident Marcus Vogt ist klar: Nicht die Parteifarbe macht die Musik, sondern das Tun.

Die Fortschrittliche Bürgerpartei (FBP) möchte sich verstärkt mit den für das Land relevanten Umweltthemen befassen, wie die «Schwarzen» bereits früher haben verlauten lassen. Nun kam der Landesvorstand gemeinsam mit der jungen FBP zu zwei Impulsreferaten zusammen. Die Klima- und Energiestrategie Liechtensteins sowie das Stichwort «Radverkehrsstrategie» standen als Auftakt zur Meinungsbildung im Fokus. Um aus erster Hand informiert zu sein, hatte die FBP hochkarätige Referenten geladen. So waren Christoph Ospelt von der Lenum AG sowie der «grüne» Landrat Johannes Rauch aus Vorarlberg geladen, der mit Radverkehrskoordinatorin Anna Schwerzler ins Gampriner Vereinshaus gekommen war, um von ihren Erfahrungen zu berichten.

«Ketten-Reaktion» in Vorarlberg
Dass es in Sachen Verkehr in Liechtenstein nicht gerade rund läuft, hatte so mancher am Donnerstagabend selbst spüren müssen: Bezeichnend standen gleich mehrere Teilnehmer etwas länger im Stau und erschienen deshalb erst später zum Treffen. Eine Lösung könnte hier der Ausbau der Radverkehrswege bieten. Vorarlberg hat genau dies mit seiner Radverkehrsstrategie «Ketten-Reaktion» zum Ziel – und es funktioniert, wie Johannes Rauch dem FBP-Landesvorstand berichtete. So habe das Nachbarbundesland vor allem Umstiegspotenzial beim Alltagsverkehr festgestellt. Neben der Vermittlung der Freude an der Radkultur sei es die Schaffung neuer Infrastruktur, die Erfolg verspricht: Wie dies auch bei neuen Strassen für Autos der Fall ist, hätten die bislang neu errichteten Fahrradwege überraschend viele Velofahrer angelockt. Ein Grund für die hohen Zuwachsraten: Das E-Bike, das auch beim Arbeitsweg immer beliebter wird. Dieses setze aber auch eine gewisse Breite eines Radwegs vorraus. «Wir haben uns auf mindestens 4,5 Meter festgelegt», wie Johannes Rauch erklärte. Auch hätten Schlüsselprojekte wie Fahrradbrücken oder moderne Velounterbringsmöglichkeiten für einen weiteren Schub gesorgt. Ganz wichtig bei der Umsetzung einer Radverkehrstrategie: Die Kooperation von Land und Gemeinden. «Einzeln in der Gegend herumzuplanen nützt nicht viel», wie Anna Schwerzler ergänzte. «Es braucht gemeindeübergreifender Pläne.» Hier hätte Liechtenstein aufgrund der kurzen Wege natürlich besonders gute Chancen.

Mehr Solar auf Industriegebäuden
Mit grossen Ziele wartet dagegen die Klima- und Energiestrategie Liechtensteins, wie Christoph Ospelt in seinem Impulsreferat ausführte. Diese seien auf dem Papier leider eher allgemeiner Natur – sobald es konkreter wird, ginge leider zu wenig, wie er den sehr umfassenden Themenbereich zusammenfasste. Etwas mehr Begeisterung täte hier gut. Während andere Felder bereits ausgeschöpft seien, könnte beim Ausbau der Solaranlagen noch etwas gehen: Viel Potenzial würden die grossflächigen Dächer der Liechtensteiner Industriebetriebe bieten. Auch hier kann man einiges von Vorarlberg lernen: Wie Johannes Rauch anmerkte, sei sein Bundesland diesbezüglich bereits vorgeprescht.

Es folgen Workshops
Mit den beiden Vorträgen erhielt der FBP-Landesvorstand einen umfassenden Einblick in die beiden Themenfelder. «Diese sind ebenso brandaktuell wie wichtig», fasste Parteipräsident Marcus Vogt zusammen. Es seien nicht einfach «grüne», sondern vor allem relevante Themen, denen sich die FBP annehmen wolle. «Gute Ideen haben keine Farbe», betonte Marcus Vogt. «Diese steht auch nicht im Vordergrund, wenn es darum geht, mutig in die Zukunft zu schauen und dafür zu arbeiten.» Die Bürgerpartei bleibe auf jeden Fall dran. Nun werden die beiden Themenfelder in Workshops vertieft weiterverfolgt. Danach sollen die Ergebnisse im Landesvorstand nochmals vorgestellt und eine Positionierung in einzelne Schwerpunkte stattfinden.

Quelle: Hannes Matt, Liechtensteiner Volksblatt AG

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