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Für eine sinnvolle Investition in die Zukunft unseres Landes

26. Oktober 2019
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Die junge FBP hat sich aus gegebenem Anlass mit dem Neubau des Liechtensteinischen Landesspitals befasst. Wir möchten uns mit dieser Stellungnahme klar für den geplanten Neubau aussprechen.

Obwohl lediglich über den geplanten Neubau abgestimmt wird, wurde in den letzten Wochen oft über die generelle Notwendigkeit eines eigenen Landesspitals diskutiert. Das Ministerium für Gesellschaft hat klar dargelegt, dass mit einer Schliessung des Landesspitals ein marginaler Betrag von 5 bis 6 Millionen CHF eingespart werden könnte. Im Gegenzug würde unsere Verhandlungsposition bei Tarifverträgen mit dem benachbarten Ausland bedeutend geschwächt, wodurch sowohl der Staat direkt als auch der Bürger indirekt über höhere Krankenkassenprämien belastet würde. Besonders in Zeiten hoher Gesundheitskosten ist diese unnötige Mehrbelastung ein absolutes No-Go. Zudem würden Arbeitsplätze geschaffen, wodurch die inländische Wertschöpfung sowie das Steueraufkommen erhöht werden würden. Neben diesen rationalen Argumenten muss auch klar festgehalten werden, dass es nicht das Ziel eines autonomen Staates sein kann, alle möglichen Staatsaufgaben ins Ausland «outzusourcen». Wir sind der Meinung, dass eine eigenständige Gesundheitsgrundversorgung, wie die Polizei, zu den unabdingbaren Aufgaben eines Staates gehört.

Für den geplanten Neubau sprechen verschiedene Umstände. So ist das jetzige Gebäude in die Jahre gekommen und es wären kostspielige Renovationen notwendig. Schlussendlich wären der Erhalt und die weitere Betreibung im alten Gebäude kostspieliger als ein Neubau. Zudem erlaubt ein Neubau eine bessere Infrastruktur, sowohl für Patienten als auch für das Personal. So kann beispielsweise allen Patienten ein Einzelzimmer angeboten werden, wodurch deren Erholung gefördert werden kann und zudem organisatorische Vorteile entstehen. Mit dieser verbesserten Infrastruktur kann eine konkurrenzfähige Leistung angeboten und Fallzahlen zurück ins Land geholt werden.

Das neue Gebäude ist auf dem Wille-Areal in Vaduz geplant. Dieser Standort wurde in den vergangenen Wochen oft in Frage gestellt, wobei besonders zwei Punkte hervortreten: der Verkehr und der angebliche «Kiesgrubencharme». Diese Argumente führen aus unserer Sicht ins Leere, denn mit heutiger Isolationstechnik ist eine Schallisolation problemlos möglich. Ausserdem ist auch das jetzige Gebäude im «Wäldli» an der Hauptstrasse und das mit älterer und somit geringerer Schallisolation. Des Weiteren ermöglicht die gute verkehrliche Anbindung eine schnelle Einlieferung bei einem Notfall. Auch das Argument, das Wille-Areal habe einen «Kiesgrubencharme», löst sich in Luft auf, da das jetzige Areal aufgeräumt wird und dieser Eindruck damit verschwindet.

Die junge FBP empfiehlt aus diesen Gründen ein klares «JA» zum Neubau des Landesspitals. Besonders möchten wir die jungen Erwachsenen anhalten, an die Urne zu gehen und für eine sinnvolle Investition in die Zukunft unseres Landes zu stimmen.

Für die junge FBP

Simon Büchel, Vorsitzender

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